Schule als Staat: Remstalistan unterstützt Plan International

von akohnle

Vom 21. Juni bis zum 24. Juni 2017 wurde das Remstal-Gymnasium in Weinstadt zum eigenen, unabhängigen Staat „Remstalistan“. Die Schülerinnen und Schüler wählten eine Präsidentin (s. Foto: Präsidentin Lena) sowie ein Parlament. Ein funktionierendes Staatswesen und eine zufriedene Bevölkerung waren oberste Ziele der beiden Institutionen. Sowohl die Jugendlichen als auch die Lehrkräfte wurden schließlich für vier Tage zu Bürgerinnen und Bürgern Remstalistans.

Wir hatten eine eigene Währung, eine Polizei und ein Standesamt und viele weitere Behörden, die zum Funktionieren und Unterhalten des Staates notwendig waren. Durch das Engagement unserer Bürgerinnen und Bürger war das Projekt ein voller Erfolg in vielerlei Hinsicht. Ein vielfältiges Angebot an Unternehmen, Restaurants und Veranstaltungen machten die Tage unvergesslich. Wir Jugendliche lernten zudem mehr über das „echte Leben“, über Verantwortung, Fürsorge, Gemeinschaft und über die Komplexität eines Staates und der Arbeitswelt. Kamen Besucher in unseren Staat, mussten sie an der Grenze, beim Zollamt ein Visum kaufen, wie es im „richtigen Leben“ auch der Fall ist. Da unser Staat von Gästen überströmt wurde, wurde letztlich ein finanzieller Überschuss erwirtschaftet. Dies konnte trotz zahlreicher Verpflichtungen im Kontext „Nachhaltigkeit“ erreicht werden (z.B. Spülmobile und Leihgeschirr für einen Verzehr ohne Plastik). Unsere Bürgerinnen und Bürger legitimierten am Ende des Projekts ein Gremium, das über diesen Überschuss entscheiden sollte.

Scheckübergabe an Edda Sommer von der Plan-Aktionsgruppe Stuttgart  – Schulleiter OStD Wenzke sowie Schülervertreter Valentin Roth und Nicolas Luckert (von links)

Für uns war klar, wir wollen auch Kindern und Jugendlichen helfen, die keine Chance auf eine gute Bildung und somit auf eine schöne Zukunft haben. Unsere Erfahrungen, die wir in dieser Woche sammeln konnten, bleiben für immer. All diese Erfahrungen konnten wir erleben, weil wir das Privileg haben, die Schule zu besuchen und somit klar von unserem Lebensort profitieren. Wir sehen uns auch in der Pflicht, etwas von unserem Wohlstand abzugeben und so auch anderen Kindern, an einem anderen Ort der Welt, eine Perspektive zu ermöglichen. Das Projekt „Schulbildung für Kinder“ in Malawi von Plan International sprach uns dabei am meisten an. Wir sahen die Möglichkeit, uns aktiv zu beteiligen und mit einer Spende von 2.000,00 € einen kleinen Beitrag im Rahmen unserer Möglichkeiten zu leisten.

Text: Die Schülervertretung am Remstal-Gymnasium

 

 

 

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