AGs auf der Suche nach neuen Mitgliedern

von msussner

 

Worauf kommt es bei der Mobilisierung neuer Mitglieder an und was hat eigentlich eine gut organisierte AG-Struktur damit zu tun?
Dieser und vielen weiteren Fragen gingen am Sonntag die Teilnehmer:innen des Workshops „Mitglieder einbinden – AG-Engagement organisieren“ auf den Grund.

Endlich wieder Präsenzveranstaltungen! Der Workshop am Sonntag in der Plan Geschäftsstelle war der einzige dieser Art in diesem Jahr und alle Beteiligten – Mitglieder aus sechs Aktionsgruppen, sowie Dozent Matthias Sprekelmeyer und Plan-Mitarbeiterin Monika Sußner – waren sich einig, dass es wirklich wieder an der Zeit war, so zusammenzukommen.

Unter Einhaltung der 3G-Regeln tauschten sich die Teilnehmer:innen in diesem Ganztages-Workshop über ihre Erfahrungen und Herausforderungen im AG-Alltag aus. Zunächst galt es zu erkennen, dass für Überlegungen, wie neue Mitstreiter:innen gefunden werden können, ein Blick nach innen, also in die Organisation und Struktur der AG, nötig ist. Dabei stellten sich die Teilnehmer:innen folgende Fragen:

  • Wie ist unsere AG aufgebaut, welche Aufgaben gibt es (zu besetzen) und was hängt mit diesen zusammen?
  • Welche Struktur hat unsere AG und welche möglichen Beteiligungsformen gibt es?

 

 

Auch ein Blick auf die Motive, die Menschen ins Ehrenamt führen, kann dabei helfen, Beweggründe neuer Mitglieder zu verstehen und diese optimal in die Gruppe zu integrieren. Dabei kommt es auf eine offene und ehrliche Kommunikation beider Seiten an – am Anfang des Engagements sollte also unbedingt ein Gespräch über die Beweggründe, aufwendbare Zeit, Kapazitäten und Ideen neuer Mitglieder stattfinden und eine klare Benennung der Ämter/Strukturen und Beteiligungsformen in der Gruppe erfolgen.

Die Benennung der einzelnen Aufgaben, Ämter und Beteiligungsmöglichkeiten kann auch dabei helfen, wenn es um das Ausscheiden von Mitgliedern und die Nachfolgeregelung geht. Wenn hier Ämter und Mandate klar benannt werden und der Verantwortungsgrad offen kommuniziert wird, erleichtert dies die Übergabe der Aufgaben.

Nach vielen Gesprächen in kleinen Gruppen am Vormittag ging es dann am Nachmittag zunächst darum, sich in die Rolle potenzieller neuer AG-Mitglieder zu versetzen. In kleinen Gruppen wurde mit Hilfe von sogenannten Personas durchleuchtet, welche sozialen Hintergründe, Beweggründe und Geschichten ehrenamtlich Engagierte mitbringen können. Mit diesem Hintergrund ging es dann darum, sich Gedanken darüber zu machen, was von neuen Mitgliedern erwartet wird und welche konkreten Bedarfe in der Gruppe gedeckt werden sollten. Hier wurden zum Beispiel die Pflege der AG-Webseite, das Verfassen von Pressetexten oder einfach jemand, der beim Auf- und Abbau von Infoständen helfen kann, genannt. Spielerisch wurde dann versucht, diese Erkenntnisse zusammenzuführen, um neuen Mitgliedern einen optimalen Einstieg in die Gruppe zu ermöglichen.

 

Zum Abschluss wurden dann noch einmal Aktionen unter dem Aspekt beleuchtet, Lust zu machen, sich in einer Aktionsgruppe zu engagieren. Hier wurden viele Ideen ausgetauscht und unser Dozent Matthias Sprekelmeyer konnte diese um Aktionsideen anderer Organisationen ergänzen. Ein Punkt, den alle Beteiligten besonders spannenden fanden, war zum Beispiel die Attraktivität eines Infostands, der professionelles Auftreten mit Plan-Flyern, Postern, Informationen etc. und etwas offensichtlich selbstgebautem vereint (z.B. ein selbstgebautes Glücksrad am Stand, selbst gebastelte Visualisierung des zu bespendenden Plan Projekts (Latrinen, Klimawandel, Schulen, gesunde Ernährung…)

 

Nach einem kurzweiligen Tag fuhren alle Teilnehmer:innen mit vielen Ideen nach Hause, die sie mit ihren Mitstreiter:inenn umsetzen möchten.

Wer jetzt Lust bekommen hat, die eigene AG selbst einmal zu durchleuchten, wird dazu Anfang 2022 bei weiteren (Präsenz-)Workshops die Möglichkeit haben. Wie immer informieren wir rechtzeitig über die Termine!

Außerdem besteht noch die Möglichkeit, sich für die letzten beiden Teile unseres Online Kommunikationsworkshops anzumelden. In den letzten beiden Teilen geht es vor allem darum, bestimmte Gesprächstechniken kennenzulernen und anzuwenden, um z.B. am Infostand gute Gespräche mit Passant:innen zu führen und sie von unserem Anliegen zu überzeugen.

Hier die Eckdaten:

Kommunikationstraining für Aktionsgruppen

17.11.21 Teil 4: Gesprächstechniken, die überzeugen!

01.12.21 Teil 5: Die Kunst der Fragestellung & die sokratische Methode

Uhrzeit: jeweils 18:00 – 21:00 Uhr

Auch wer die vorherigen Teile verpasst hat, kann noch zu Teil 4 einsteigen!

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