Heute ist internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen!

von msussner

Grafik: UN Women

Heute, am 25.November, ist der internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen.

Weltweit und in Deutschland nehmen die Fallzahlen über Gewalt an Frauen zu. Laut der neuen Statistik der Bundesregierung und des Bundeskriminalamts erfahren jede Stunde durchschnittlich 13 Frauen partnerschaftliche Gewalt und alle 2,5 Tage wird eine Frau durch ihren Partner oder Ex-Partner getötet. Hier geht es zum Bericht des BKA: https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/Lagebilder/Partnerschaftsgewalt/partnerschaftsgewalt_node.html

Das bundesweite Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen ist 0800 116 016 und bietet Beratung in mehreren Sprachen, darunter in Deutscher Gebärdensprache DGS.

Außerdem gibt es einen diskreten Hilferuf: Die kanadische Stiftung für Frauen (Canadian Women’s Foundation) hat nun eine Handbewegung initiiert, mithilfe derer Opfer häuslicher Gewalt (z.B. in Videocalls) stillschweigend zeigen können, dass sie Hilfe benötigen und sich jemand bei ihnen melden soll: https://canadianwomen.org/signal-for-help/

Um Gewalt gegen Frauen zu beenden, ruft das Center for Women’s Leadership seit 1991 jährlich zwischen dem internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November und dem Tag der Menschenrechte am 10. Dezember zu 16 Protesttagen auf. Die sog. 16 Days of Activism against Gender-based Violence stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Orange the World: End Violence against Women Now!“ https://www.unwomen.org/en/news-stories/in-focus/2021/11/in-focus-16-days-of-activism-against-gender-based-violence#57483
Plan International unterstützt die Aktion mit der globalen Kampagne für Gleichberechtigung Girls Get Equal.
Außerdem haben wir in den letzten Jahren mehrere Projekte unter anderem gegen weibliche Genitalverstümmelung, gegen stereotype Rollenbilder durch Fußballspielen oder gewaltfreie Erziehung von Kindern durchgeführt. In diesem Video erfahrt ihr mehr:

 

Hintergrund für die Initiierung des Aktionstages war der Fall Mirabal: Die Schwestern Mirabal, Mitglieder der „Movimiento Revolucionario 14 de Junio“, wurden 1960, nach mehreren vorangegangenen Verhaftungen, in der Dominikanischen Republik durch Militärangehörige des damaligen Diktators Rafael Trujillo verschleppt und ermordet. 1981 wurde bei einem Treffen lateinamerikanischer und karibischer Feministinnen der 25. November zum Gedenktag der Opfer von Gewalt an Frauen und 1999 offiziell durch die Vereinten Nationen aufgegriffen.

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